Skulptur

Die Arbeit mit altem Holz, vorwiegend mit Balken aus alten Fachwerkhäusern, ist längst eine Leidenschaft. Die schroffe Struktur, die die Kettensäge an der Oberfläche hinterlässt, ist zur gewollten Ausdrucksform geworden. Sie unterstreicht die natürliche Veränderung, die Jahrhunderte altes Holz mit seinen Gebrauchsspuren und tiefen Rissen durchlebt hat und wird hierdurch zum Markenzeichen meiner neuen Skulpturen.

 

Bereits in den 1980er Jahren hatte ich begonnen, Häuser, Kirchen, Straßenzüge und Plätze aus Holzpfählen herauszuarbeiten. Anfangs waren es in der Landschaft gefundene Holzstelen, die Schritt für Schritt das Format einer Pfahlstadt annahmen.

Seitdem sich diese frei stehenden Objekte zu einem Kernthema meiner Kunst entwickelt haben, bevorzuge ich auch hier alte Fachwerkbalken und nutze deren Formvorgaben als gestalterisches Element für die Platzierung meiner Stadtlandschaften.

Die einzelnen Gebäude werden aus dem Pfosten herausgearbeitet, bemalt oder collagiert und coloriert. Das Finish bildet immer der Griff in den großen Bestand an Fundstücken, um jedem Stadtpfahl und jeder Stadtikone neben den erarbeiteten und naturgegebenen Strukturen eine individuelle Botschaft mitzugeben.

Jürgen Brockerhoff

Manchmal überlege ich, ob der Umgang mit Farbe und Pinsel für die künstlerische Entfaltung nicht ausreichend wäre. Wenn dann aber wieder eine große Holzskulptur fertig ist, begreife ich, dass die Arbeit mit der Kettensäge längst zur Sucht geworden ist!

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