Aus der Natur zur Skulptur

"Sammeln ist eine Leidenschaft, Finden ein Vergnügen und Suchen vielfach eine wahre Mühe! Am größten ist die Qual, wenn Du ein besonders schönes Stück findest, das Du wegen Größe oder Gewicht nicht mitnehmen kannst. Dem steht aber die Hochstimmung eines Initialfundes gegenüber, bei dem Du sofort weisst, dass daraus noch am gleichen Tag ein Kunstobjekt entstehen wird."

Der regelmäßige Blick in die Natur, die gezielte Suche auf Schrottplätzen, die Nase dicht an der Wasserkante, der schräge Blick aus dem Auto zum Sperrmüll ungewollter Kunst-förderer und der regelmäßige Besuch lohnender Fundorte hat mir im Laufe vieler Jahre einen schönen Bestand an Fundobjekten beschert. Einzelne Teile verbringen lange Zeit in den Regalen, bis sie mir als geeignete Kombination mit anderen Stücken ins Auge fallen...  und dann wird Schritt für Schritt etwas daraus, das in keine Kategorie passt und nur selten einen seriellen Ansatz bietet, ein Einzelstück der besonderen Art! 

Eine Serie von mobilen Köpfen ist der Entdeckung eines größeren Bestandes an Fincadraht zu verdanken, der in freier Natur verrottete. Die hieraus geformten Gesichter erwachen durch ihre mobilen Teile zum Leben, ein Lichtstrahl zeigt das sich verändernde Profil als Schatten an der Wand.

Jürgen Brockerhoff

Manchmal überlege ich, ob der Umgang mit Farbe und Pinsel für die künstlerische Entfaltung nicht ausreichend wäre. Wenn dann aber wieder eine große Holzskulptur fertig ist, begreife ich, dass die Arbeit mit der Kettensäge längst zur Sucht geworden ist!

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